Presse
46. Ausgabe
Pressemitteilung 2026
Gustav Mahler Musikwochen 2026: Wo jeder Ton ein Anfang ist
Wenn am 11. Juli 2026 das Tenorhorn im Toblacher Euregio Kulturzentrum Gustav Mahler erschallt, markiert dies weit mehr als den Beginn einer neuen Festivalsaison. Die Gustav Mahler Musikwochen rüsten sich für einen programmatischen und personellen Aufbruch, der die historische Tiefe des Ortes mit einer mutigen Vision für die Zukunft verbindet. Neben dem langjährigen künstlerischen Leiter Josef Lanz wird Dirk Kaftan erstmals an seiner Seite antreten, um die internationale Ausrichtung des Festivals maßgeblich zu stärken. Damit entsteht eine Dynamik, die sich unmittelbar im Leitthema widerspiegelt: „Der Anfang“. Mit Dirk Kaftan, dem Generalmusikdirektor des Beethoven Orchesters Bonn, gewinnt das Festival einen Visionär, der für seine unkonventionellen Formate und seine tiefe Menschlichkeit in der Musikführung international geschätzt wird.
„Die Gustav Mahler Musikwochen in Toblach stehen für die ideale Synergie aus Natur, Gesellschaft und Zeitenwanderung.“, sagt Kaftan. „Sie sind ein Ort des menschlichen Zusammenkommens und für die Bildung neuer Beziehungen. Ich freue mich auf diesen Anfang.“
Ganz im Sinne Mahlers, der den Beginn seiner ersten Symphonie mit der Anweisung „Wie ein Naturlaut“ überschrieb, suchen die Mahlerwochen 2026 nach dem Moment, in dem aus Stille Musik wird. Mahler selbst verstand sich beim Schöpfen neuer Welten lediglich als „Sänger der Natur“, als ein Instrument, durch welches das Universum spielt. Ein Gedanke, der gerade in Toblach zu Hause sein dürfte und das Festival als lebendigen, atmenden Organismus neu definiert. In einer Zeit großer Umbrüche blickt das Festival dorthin, wo alles beginnt: beim ersten kompositorischen Funken, bei Mahlers eigenen Wurzeln und beim physischen Erleben der Natur als Urquell jeder Kreativität.
Das Programm 2026 liest sich wie eine Kartografie des Werdens. „Gustav Mahler und die Mahler Musikwochen Toblach begeistern bis heute.“, so Lanz. „Auch dieses Jahr darf sich das Publikum wieder auf ein abwechslungsreiches und spannendes Programm freuen.“
Die Eröffnung durch die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Michael Francis setzt mit Mahlers 7. Symphonie ein klares Zeichen mit einem Werk, das wie kaum ein anderes den Übergang von der Nacht zum Licht und damit den Anbruch eines neuen Tages in den Mittelpunkt stellt.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Residenz des Beethoven Orchesters Bonn unter der Leitung von Dirk Kaftan. Diese Residenz unterstreicht den neuen, dezidiert internationalen Charakter der Musikwochen und bringt den Geist der Bundesstadt Bonn in einen spannenden Dialog mit der alpinen Welt. Laut Kaftan erfüllt diese „nachhaltige Gastspielwanderung“ einen europäischen Auftrag, den Beethoven selbst begrüßt hätte. Mit der Gegenüberstellung von Beethovens und Mahlers 1. Symphonien wird am 17. und 18. Juli der Moment des orchestralen Urknalls über die Bühne gebracht.
Ein hochemotionales Comeback feiert am 21. Juli das Haydn Orchester von Bozen und Trient: Unter der Leitung von Michele Mariotti unterstreicht das Orchester mit Mahlers 4. Symphonie den tief verwurzelten regionalen Charakter und die musikalische Virtuosität der Region.
Dem Leitthema des „Anfangs“ folgend, widmet sich das Festival verstärkt der Förderung junger Talente, die am Beginn einer vielversprechenden Karriere stehen. Mit Ensembles wie dem Trio Orelon, dem Korossy Quartett, dem Pianisten Valentin Magyar sowie dem Duo Kainrath-Gerzenberg löst Josef Lanz dieses Versprechen ein. Denn es rücken außergewöhnliche junge Solisten ins Rampenlicht, die mit frischer Energie beweisen, dass die Klassik gerade durch den Nachwuchs ihre ständige Erneuerung erfährt. Für das Fachpublikum bietet diese Konstellation hochspannende Einblicke in die Evolution der symphonischen Form, während das Ensemble Windkraft mit dem Projekt „Alpenklang“ beweist, dass Innovation in Toblach eine Heimat hat: Hier verschmelzen zeitgenössische Reflexionen mit der archaischen Wucht der Dolomiten.
Doch die Gustav Mahler Musikwochen sind kein reines Konzertereignis, sondern eine Gesamterfahrung. Das Erlebnis findet ebenso in einer Vortragsreihe wie auf den Wanderwegen zum historischen Komponierhäuschen statt.
Als intellektuelles Schwergewicht dürfen wir am 18. Juli den Philosophen und ehemaligen Bürgermeister von Venedig, Massimo Cacciari, begrüßen. Gemeinsam mit weiteren Expert:innen aus den Kreisen des Gustav Mahler Research Centre Toblach – Innsbruck begeben sich die Gustav Mahler Musikwochen auf eine Spurensuche nach den Quellen der Inspiration in den Künsten. Außerdem markiert die Begegnung mit Reinhold Messner in diesem Jahr einen besonderen Höhepunkt. Das Festival lädt das Publikum am 19. Juli ins Reinhold Messner Haus, auf über 2.000 Metern Höhe, zu einem exklusiven Austausch zwischen Musik, Alpinismus und Natur ein.
In der Stille der Dolomitenregion 3 Zinnen wird spürbar, warum Mahler diesen Ort wählte, um das Unaussprechliche in Noten zu fassen. Zwischen dem prachtvollen Euregio Kulturzentrum Gustav Mahler und der rauen Bergwelt entsteht 2026 ein Raum, der neue Gäste wie langjährige Kenner gleichermaßen einlädt, den Geist der Erneuerung zu atmen. Es ist ein Plädoyer für den Mut zum Anfang, in der Kunst wie im Leben.
Wir freuen uns, Sie diesen Sommer in Toblach begrüßen zu dürfen.
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